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Samstag, 16. Oktober 2010

Hermann Scheer


Hermann Scheer hat eine große Lebensleistung vollbracht. Ihm sind beispielhafte Fortschritte zu verdanken, die weltweit in eine umweltgerechte Energieversorgung aus Erneuerbaren Energien ohne Kohle und Atom führen. Sein unverrückbares Ziel, die Energiewende zu beschleunigen, wird Wirklichkeit, weil er mit seinem Kenntnisreichtum, seinem logischen Denken und seiner Begeisterungsfähigkeit viele Menschen überzeugen und mitreißen konnte.
Hermann Scheers Gedanken und Pläne leben, weil er sie in konkret erfahrbare Ergebnisse umsetzen konnte. Er hat sie in dem Buch „Der energethische Imperativ“ formuliert, das wenige Tage vor seinem Tod erschienen ist. EUROSOLAR und der WCRE werden sein Lebenswerk, das er mit Tatkraft und mit Weitblick unbeirrt und unerschrocken verfolgt und verwirklicht hat, auf der Basis des von ihm Geschaffenen in seinem Sinne fortführen.







Dienstag, 28. September 2010

Nigel Farage

Farage trat bereits während seiner Schulzeit in die britische Konservative Partei ein, verließ diese jedoch, als die konservative Regierung unter John Major 1992 den Vertrag von Maastricht unterzeichnete. 1993 war Farage eines der Gründungsmitglieder der souveränistischen Partei UKIP, die einen Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union anstrebt.Bei der Europawahl 1999 wurde Farage ins Europäische Parlament gewählt, ebenso wie bei der Europawahl 2004, bei der UKIP ihr Ergebnis von drei auf zehn Abgeordnete steigern konnte. Farage wurde Vorsitzender der Fraktion Ind/Dem sowie 2006 auch Vorsitzender der Partei, nachdem er angekündigt hatte, durch eine straffere Parteiführung ihre Abgeordnetenzahl bei lokalen, nationalen und anderen Wahlen steigern zu wollen. UKIP solle aufhören, als eine Ein-Themen-Partei wahrgenommen zu werden und für ihr Ziel des EU-Austritts Verbündete in anderen Parteien suchen. Allerdings stieß seine Kampagne Better Off Out („Besser draußen“) nur auf geringen Widerhall in anderen Parteien. Bei der Europawahl 2009 wurde Farage wiedergewählt und übernahm zusammen mit Francesco Speroni den Vorsitz in der Fraktion Europa der Freiheit und der Demokratie (EFD), der Nachfolgerin der Ind/Dem-Fraktion.Als Fraktionsvorsitzender fiel Farage durch verschiedene Kontroversen auf, bei denen er etwa eine durch eine Amnestie erlassene Vorstrafe auf Bewährung des französischen EU-Kommissars für Verkehr Jacques Barrot oder einen Segelurlaub des Kommissionspräsidenten José Manuel Durão Barroso mit einem griechischen Millionär öffentlich machte. 2010 zweifelte er die Rechtmäßigkeit der Methode an, mit der Präsidenten des Europäischen Rates, Herman van Rompuy, an die Macht gekommen war, attestierte ihm das „Charisma eines feuchten Lappens“ und bezeichnete Belgien als „so ziemlich ein Nicht-Land“, woraufhin ihm eine Geldbuße in Höhe von 3000 Euro auferlegt wurde.[1] Die Times kommentierte: „Nigel Farage ist eine peinliche Figur, die nicht für Großbritannien spricht“.[2]Im Zuge der Vorbereitung für die Parlamentswahlen 2010 in England kündigte Farage im September 2009 seinen Rücktritt als UKIP-Vorsitzender an. Er müsse sich jetzt voll und ganz auf seine Kandidatur gegen den Speaker of the House John Bercow konzentrieren. Auch das vorerst noch ausgeführte Amt des Fraktionsvorsitzenden im Europäischen Parlament müsste er niederlegen, sollte er im Unterhaus Großbritanniens einen Sitz erhalten.Am 6. Mai 2010 wurde er beim Absturz eines Kleinflugzeugs mit einem UKIP-Werbebanner verletzt